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RE: Schachfilm Neuseeland - Das Talent des Genesis Potini (The Dark Horse)


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von Mikly am 20 Jun. 2016 02:05

Mir hat er sehr gefallen.

Es ist sicher kein Film der kurzweiligen Unterhaltung, war so auch nicht zu erwarten. Und er verweigert auch konsequent Aufnahmen der Schönheiten Neuseelands. Denn hier geht es um die Schatten, um diejenigen am Rande. Ein Kritiker auf imdb.com äußert sich skeptisch, ob dieser Film auch außerhalb von Neuseeland Anhänger finden könnte, zu landesspezifisch seien Rahmen und Handlung. Doch Lebensentwürfe und -risse dieser Art finden sich überall.
Die Bildführung zeichnet das nach, lässt Cliff Curtis alias Genesis Potini und sein Umfeld nie aus dem Fokus – die Wirkung ist Authentizität, wie es sich für die filmische Umsetzung einer realen Vorlage geziemt.

Schach ist auch in diesem Film oftmals nur recht plakativ ausgeführt; die Turnierszenen erinnern mehr als einmal an ‘Searching for Bobby Fischer‘. Dafür wird darüber das Talent des Genesis ersichtlich, welches weniger aus Spielstärke, aber aus Integrität und Überzeugungskraft gespeist wird.

Die Dialoge sind stimmig. Wer Freude an Details und Nuancen hat, wird reichlich fündig.
Und auch genügend Neuseeland findet sich, denn alleine schon dass hier diese Geschichte eines der ihren erzählt wird, erinnert mich an den erlebten Gemeinsinn und die vielfach angetroffene entspannte Bodenständigkeit im besten Sinne.
Der Film scheint mir wichtig zu jeder Zeit, denn die Kraft und Fähigkeit, von Destruktivem abzulassen, dem Geschehen eine Wendung davon fort geben zu können, kann nie genug Unterstützung erfahren.

Sollte mir noch einmal eine Reise dorthin gelingen, so wäre der Friedhof von Gisborne in der Nordostecke des Landes ein Anlaufpunkt.


 HomePage   http://en.chessbase.com/post/genesis-potini-kia-ora-tautini-tonu-te-kingi

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